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Bestattung

 

Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir.
Führe ich gen Himmel, so bist du da;
bettete ich mich bei den Toten,
siehe, so bist du auch da.
Nähme ich Flügel der Morgenröte
und bliebe am äuersten Meer,
so würde auch dort
deine Hand mich führen
und deine Rechte mich halten.
Spräche ich:
Finsternis möge mich decken
und Nacht statt Licht um mich sein -
so wäre auch Finsternis
nicht finster bei dir,
und die Nacht leuchtete wie der Tag.

(Psalm 139, 5, 8-12)
 

 

Trauer braucht Zeit. Manchmal braucht sie auch besondere Orte. Und sie braucht Gemeinschaft. Gemeinschaft die trägt, Gemeinschaft die hofft.

Als Christinnen und Christen hoffen wir darauf, dass unser Leben nicht einfach von einem Tag auf den anderen aus ist, sondern dass es geborgen ist in Gottes Hand. Wir hoffen darauf, dass unser Leben nach dem Tod nicht vergessen wird, sondern dass Gott sich an uns Menschen erinnert und uns ein neues Leben schenkt, bei sich, in seinem Reich, in Frieden. Diese Hoffnung gründet sich in der Erfahrung der Auferstehung der ersten Christinnen und Christen. Jesus Christus spricht: "Ich lebe - und ihr sollt auch leben." (Joh. 14,19)

Trauerfall

Wenn Sie gerade einen Menschen durch einen Todesfall verloren haben, befinden Sie sich in einer auergewöhnlichen Situation. Jeder Tod reit Wunden in uns Menschen auf, die sich nur schwer wieder schlieen lassen. Alles ist plötzlich ganz anders. Die Welt erscheint oft dunkel und schwer. Und doch sind Sie in dieser Situation gezwungen, viele Dinge zu organisieren.

Wir möchten Ihnen und allen, die sich auch sonst dafür interessieren, mit dieser Seite helfen, einige Fragen zu klären, die sich oft vor und bei einem Sterbefall ergeben.

1) Wenn der Tod nahe ist

Manchmal ist es absehbar, dass der Tod nahe ist. Viele Menschen wünschen sich, zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung zu sterben. Manche Angehörigen und Freunde fühlen sich in diesem Moment von diesem Wunsch überfordert. Helfen kann in solchen Situationen der Hospizverein (Sie erreichen ihn unter der Telephonnummer 07731 / 31138). Dort finden sie Ansprechpartner und Menschen, die Ihnen in diesen schweren Stunden beistehen und Sie begleiten. Auch ein Gespräch mit einer Pfarrerin / einem Pfarrer kann in solchen Situationen gut tun. Rufen Sie im Pfarramt an, wenn Sie ein solches Gespräch wünschen (Tel.: 07731 / 42114). Pfarrerin Wassmer oder Pfarrer Wassmer kommen gerne zu Ihnen.

2) Wenn jemand verstorben ist

Wenn jemand verstorben ist, ist oft in kurzer Zeit sehr viel zu organisieren. Hilfreich ist es, als Erstes mit einem Bestattungsinstitut Ihrer Wahl Kontakt aufzunehmen. Diese Institute organisieren alles Wichtige für Sie und leiten vieles in die Wege: Die Abholung des Verstorbenen, Zeit und Ort der Trauerfeier, Sarg, Blumen, Formalitäten, usw.

3) Die Beerdigung

Im Normalfall nimmt das Bestattungsinstitut mit der Pfarrerin / dem Pfarrer Kontakt auf und klärt den Termin für die Beerdigung ab. Bitte geben Sie den möglichen Bestattungstermin erst dann an nahe Angehörige oder an die Zeitung weiter, wenn das Bestattungsinstitut diesen Termin mit der Pfarrerin / dem Pfarrer abgeklärt hat. Manchmal liegen für den gewünschten Termin bereits andere Bestattungen vor, die es nicht möglich machen, dass an diesem Tag zu dieser Uhrzeit eine weitere Beerdigung möglich ist. Wir bitten Sie auch um Verständnis, dass am Montag, dem "Ruhetag" der Pfarrerinnen und Pfarrer in der Regel keine Bestattungen stattfinden.

4) Das Beerdigungsgespräch mit der Pfarrerin / dem Pfarrer

Meist hat die Pfarrerin / der Pfarrer über das Bestattungsunternehmen ihre Telephonnummer erhalten und nimmt mit Ihnen Kontakt auf, um mit Ihnen einen Termin für ein Bestattungsgespräch auszumachen. Sollten Sie keinen Anruf erhalten (oft ist man ja auch in diesem Stunden viel unterwegs und nur schwer erreichbar), rufen Sie bitten auch selbst beim Pfarramt an, um einen Termin für ein Beerdigungsgespräch abzuklären.

Bei dem Beerdigungsgespräch geht es um die Gestaltung der Trauerfeier. Lieder, Musik und Texte werden herausgesucht, der Ablauf wird besprochen und alle Fragen, die Sie haben, können hier besprochen werden. Auch die Lebensstationen des Verstorbenen kommen hier zur Sprache. Das Gespräch kann im Pfarramt oder bei Ihnen zu Hause statt finden.

5) Der Bibelspruch für die Beerdigung

Die Worte aus der Bibel sollen Sie bei Ihrem Abschied begleiten und Ihnen auf dem Weg der Trauer beistehen. Manchmal ist es ein Bibelvers, der aus dem Leben der Verstorbenen / des Verstorbenen stammt. Manchmal sind es auch Verse, in denen für Sie als Angehörige eine Verbindung zu dem Verstorbenen spürbar wird. Sie können den Bibelvers für die Beerdigung selbst auswählen, wenn Sie dies wollen. Eine Auswahl von Bibelsprüchen finden Sie hier auf der Seite unter "mögliche Bibelsprüche zur Bestattung".

6) Und was kommt danach?

Ganz unterschiedlich kann die Zeit der Trauer verlaufen. Manche fallen in ein regelrechtes Loch. Manchmal braucht es eine lange Zeit, um sich aus diesem Loch wieder herauszuarbeiten. Professionelle Hilfe kann dazu manchmal hilfreich sein. Die Psychologische Beratungsstelle des Diakonischen Werkes (Tel.: 07731 / 860823) kann dazu eine erste Anlaufstelle sein. Zugleich erleben viele in der Trauerzeit das Leben auch noch einmal ganz neu und viel intensiver. Sie sehen das Licht der Sonne am Morgen mit ganz neuen Augen, so wie auch jedes Lächeln und jedes gute Wort. Sie bekommen ein neues Gespür dafür, dass das Leben nicht ewig gleich vor sich hinzieht, sondern dass es begrenzt ist und dass jeder Tag ein Geschenk ist. Oft machen Trauernde auch die Erfahrung, dass ein Gespräch über den Tod mit anderen Menschen schwierig ist. Viele Menschen wissen nicht, was sie sagen sollen, wenn es um den Tod geht. Wenn Sie möchten, können Sie sich auch gerne im Pfarramt melden (Tel: 07731 / 42114). Pfarrerin Wassmer und Pfarrer Wassmer stehen Ihnen auch in dieser Zeit gerne für ein Gespräch zur Verfügung.

7) Erinnerung an die Verstorbenen

Erinnerung ist etwas sehr Kostbares. Unserer Gemeinde erinnert sich am Sonntag nach der Bestattung aller, die in der Woche davor beerdigt wurden und betet für die Verstorbenen und die Angehörigen. Auch am Ende des Kirchenjahres (am Ewigkeitssonntag) wird in unserer Gemeinde aller Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres namentlich gedacht und für jede Verstorbene / jeden Verstorbene eine Kerze angezündet.  

 

Mögliche Bibelverse für eine Bestattung

Aus dem Alten Testament:

Haltet mich nicht auf! Denn der Herr hat Gnade zu meiner Reise
gegeben. Lass mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe! (Gen. 24, 56)

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist,
der Herr aber sieht das Herz an. (I. Sam. 16,7)

Der Herr ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. (Psalm 23, 1-3)

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich. (Psalm 23,4)

Meine Zeit steht in deinen Händen. (Psalm 31,16)

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,
und in deinem Licht sehen wir das Licht. (Psalm 36,10)

Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn,
er wird`s wohl machen (Psalm 37,5)

Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras,
er blüht wie eine Blume auf dem Felde;
doch wenn der Wind darüber geht, so ist sie nicht mehr da,
und ihre Stätte wei nichts mehr von ihr. (Psalm 103, 15 f )

Ein jegliches hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde;
geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreien,
was gepflanzt ist, hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat
seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit.
(Pred. 3, 1-2.4.11a)

Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg,
aber der Herr allein lenkt seinen Schritt.  (Sprüche 16,9)

Aber die auf den Herrn vertrauen, bekommen neue Kraft,
dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden,
dass sie wandeln und nicht müde werden. (Jesaja 40, 31)

So spricht der Herr: "Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht,
denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch."
(Jesaja 41,10)

So spricht der Herr, der dich geschaffen hat:
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst.
Ich habe dich bei deinem Namen gerufen,
du bist mein. (Jesaja 43,1)

Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen,
aber meine Gnade soll nicht von dir weichen,
und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen,
spricht der Herr, dein Erbarmer.  (Jesaja. 54,10)

Gott spricht: Ich wei wohl, was für Gedanken ich über euch habe:
Gedanken des Friedens und nicht des Leides,
dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.
(Jeremia 29,11)

Aus dem Neuen Testament:

Christus spricht: "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will
euch erquicken.."  (Matth. 11,28)

Jesus Christus spricht: "Und siehe, ich bin bei euch,
alle Tage, bis an der Welt Ende."  (Matth. 28, 20)

Jesus Christus spricht: "Ich bin das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt, der wird nicht in der Finsternis bleiben,
sondern wird das Licht des Lebens haben."  (Joh. 8, 12)

Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. (Joh. 11, 25)

Jesus Christus spricht: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater, denn durch mich." (Joh. 14, 6)

Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.
Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht
und fürchte sich nicht. (Joh. 14, 27)

In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost:
Ich habe die Welt überwunden. (Joh. 16,33)

Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben,
weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur,
uns scheiden kann von der Liebe Gottes,
die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. (Röm. 8, 38f)

Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei.
Aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (I. Kor. 13,13)

Christus spricht: "Lass dir an meiner Gnade genügen,
denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig."  (II. Kor. 12, 9)

Wir warten auf einen neuen Himmel und eine neue Erde
nach Gottes Verheiung, in denen Gerechtigkeit wohnt. (II. Petr. 3,13)

Wir haben hier keine bleibende Stadt,
sondern die zukünftige suchen wir. (Hebr. 13,14)

Christus spricht: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste
und der Letzte und der Lebendige.  (Offb. 1,17,18)

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde;
und der auf dem Thron sass, sprach: Siehe, ich mache alles neu! (Offb. 21; 1, 5)